Welcher Akku fürs Elektromobil? AGM, Gel oder Lithium im Vergleich
- Jürgen Brinkmeier
- 18. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Jan.
Wer ein Elektromobil nutzt, merkt schnell: Der Akku ist das Herzstück des Fahrzeugs. Er entscheidet, wie weit Sie kommen, wie zuverlässig das Elektromobil im Alltag ist – und wie viel Leistung bei Steigungen oder kühlem Wetter zur Verfügung steht.
Doch viele Kunden fragen sich:
AGM, Gel oder Lithium – welcher Elektromobil-Akku ist wirklich der richtige?

In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede einfach und geben eine klare Orientierung für die Praxis.
Warum ist der richtige Akku so wichtig?
Der Akku beeinflusst nicht nur die Reichweite, sondern auch:
Zuverlässigkeit im Alltag
Geschwindigkeit bei Belastung (z. B. Steigungen)
Lebensdauer und Folgekosten
Ladezeiten
Gewicht (wichtig beim Transport)
Gerade bei Senioren‑Elektromobilen lohnt es sich, hier die richtige Entscheidung zu treffen.
Welche Akkutypen gibt es beim Elektromobil?
In der Praxis finden sich meist drei Haupttypen:
Gel‑Akkus
AGM‑Akkus
Lithium‑Akkus
Alle funktionieren, doch sie haben verschiedene Stärken und Einsatzbereiche.
Gel‑Akku: bewährt und preislich attraktiv
Gel‑Akkus sind seit vielen Jahren verbreitet, weil sie solide und vergleichsweise günstig sind.
Vorteile:
Bewährte Technik
Oft günstiger als Lithium
Robust im Alltag
Nachteile:
Höheres Gewicht
Reichweite sinkt bei Kälte spürbar
Lebensdauer geringer als Lithium
Akku: zuverlässig und pflegeleicht
AGM‑Akkus (Absorbent Glass Mat) gelten als etwas kraftvoller als klassische Gel‑Akkus.
Vorteile:
Gute Leistungsabgabe, auch bei Steigungen
Sehr robust
In vielen Elektromobilen serienmäßig
Nachteile:
Relativ hohes Gewicht
Lebensdauer meist kürzer als bei Lithium
Lithium‑Akku: leicht, stark und besonders langlebig
Lithium‑Akkus werden immer beliebter – aus gutem Grund. Sie bieten viele Vorteile, vor allem für Nutzer, die regelmäßig fahren.
Vorteile:
Weniger Gewicht, mehr Komfort
Hohe und konstante Reichweite
Kurze Ladezeiten (modellabhängig)
Sehr gute Lebensdauer
Nachteile:
Höherer Anschaffungspreis
Nicht bei jedem Elektromobil nachrüstbar
Tipp: Wer sein Elektromobil regelmäßig nutzt, spart mit einem langlebigen Lithium‑Akku langfristig Kosten und profitiert von deutlich mehr Fahrkomfort.
Welche Lösung ist für Sie die beste?
Damit die Entscheidung leicht fällt, hier eine einfache Orientierung:
Für gelegentliche Nutzung (kurze Fahrten):
Gel oder AGM kann sinnvoll sein.
Für regelmäßige Fahrten (Einkauf, Termine, Ausflüge):
AGM oder Lithium – je nach Budget und Fahrzeug.
Für häufige Nutzung oder längere Strecken:
Lithium lohnt sich fast immer durch Komfort und Lebensdauer.
Wichtig: Der Akku muss zum Elektromobil passen
Ein Akku ist nicht „universal“. Entscheidend sind:
Spannung (z. B. 24 V / 36 V)
Kapazität (Ah)
Maße / Bauform
Anschluss / Stecker
Passendes Ladegerät
Darum empfehlen wir: Vor dem Kauf prüfen lassen, welcher Akku kompatibel ist.
Wenn die Reichweite nachlässt: Häufige Ursachen
Nicht immer ist gleich der Akku defekt. Oft liegen die Gründe bei:
Niedrigen Temperaturen
Falschem Laden
Zu niedrigem Reifendruck
Alterung des Akkus
Sicherheit & Kontrolle: Werkstatt‑Check lohnt sich
Wenn Akkus schwächeln oder Ladeprobleme auftreten, sollte auch die Technik geprüft werden:
Ladebuchse / Kontakte
Verkabelung
Akkuanzeige / Elektronik
Häufige Fragen rund um Akkus
Viele Fragen zu Reichweite, Laden und Akku‑Pflege beantworten wir auch hier:
Fazit: Der richtige Akku bringt Sicherheit und Lebensqualität zurück
Ob Gel, AGM oder Lithium – entscheidend ist, was zu Ihrem Alltag passt. Wer regelmäßig unterwegs ist und Wert auf Sicherheit, Leistung und Komfort legt, ist mit einem passenden Akku bestens beraten.


